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Amazon Optimierung mit Backlinks und Rezensionen

Im Bereich der Suchmaschinenoptimierung kommt es vor allem auf zwei grundlegende Bausteine an: Onpage und Offpage. Wer hier die richtigen Optimierungsmaßnahmen anwendet und zudem auch noch auf ein ordentliche User Experience seiner Website achtet, der hat die Basis für gute Rankings geschaffen. So viel zu den Grundregeln für klassische Websuchmaschinen. Was aber gerade für Onlinehändler nicht bedenken, die mit ihren Produkten nicht nur im Webshop, sondern auch auf Marktplätzen wie eBay und Amazon aktiv sind: auch hier gibt es Suchmaschinen, die man ebenfalls optimieren kann. Vor allem die Produktsuche auf Amazon wird von jedem online-affinen Käufer exzessiv genutzt und hat sich mittlerweile zu DER Suche im Shopping-Bereich gemausert. Ähnlich wie auf Google auch können wir eine Menge Onpage-Optimierungsmaßnahmen genutzt werden, um die Relevanz der eigenen Inhalte für den Suchalgorithmus zu steigern. Aber was ist mit dem Offpage-Bereich? Bei Google kann man die Anzahl der Backlinks direkt beeinflussen. Gilt das auch für Amazon?

Welche Optimierungsmaßnahmen nützen auf Amazon wirklich?

Wie bereits erwähnt, hat man im Onpage-Bereich eine Menge Möglichkeiten bei der Amazon Optimierung selbst in der Hand. Backlinks aufzubauen fällt dagegen ohnehin schon vielen Webseiten-Betreibern eher schwer und das gestaltet sich auf Amazon noch schwieriger. Aber klären wir dazu erst einmal die grundsätzliche Frage: gibt es beim Amazon SEO überhaupt eine Offpage-Optimierung und wenn ja, wie funktioniert das genau? Um eines gleich zu Beginn zu klären: richtige Offpage-Faktoren gibt es auf Amazon nicht wirklich. Hier unterscheidet man im Wesentlich in Relevanz-Faktoren und Performance-Faktoren – letztere sind zumindest ungefähr vergleichbar mit klassischen Offpage-Faktoren beim Google SEO, denn direkt kann ich diesen Bereich bei der Optimierung (offiziell und Amazon-konform) nur bedingt beeinflussen – also ähnliche wie bei Backlinks bei der Weboptimierung. Aber wenn Backlinks auf Amazon keinen großen Einfluss haben, was dann?

Kundenrezensionen auf Amazon sind wie Backlinks bei Google

Jeder, der seine Website für die Google-Suche optimiert, dem ist klar: externe Links sollten natürlich entstehen – so will es zumindest die Suchmaschine. Ähnlich ist das auch bei Amazon mit den Bewertungen: wer ein Produkt rezensiert, der sollte das freiwillig und ehrlich tun und nicht dafür bezahlt werden – so die Theorie. Tatsächlich gibt es auch hier die schwarzen Schafen, die wiederum vergleichbar mit den „Blackhats“ bei Google sind, denn wenn es möglich ist Backlinks einzukaufen (d.h. künstlich aufzubauen), dann ist es auch möglich Bewertungen bei Amazon zu kaufen. Beides verstößt jedoch gegen die Regeln der jeweiligen Plattform und kann mit einer Penalty belegt und bei Amazon sogar mit der Sperrung des Händler-Accounts geahndet werden – egal wie viel Umsatz vorher mit diesem Account gemacht wurde. Ein natürlicher Zuwachs von Kundenrezensionen ist also beim Amazon SEO genauso wichtig, wie natürlich generierte Backlinks beim Google SEO.

Wie beeinflussen Bewertungen das Amazon Ranking?

Wie bereits erwähnt, sind bei einer Amazon Optimierung die Relevanz- und Performance-Faktoren zu beachten. Die Bewertungen von Produkten zählen dabei zu der Performance eines Artikels auf dem Martkplatz. Desto häufiger ein Produkt auf Amazon bewertet wird, desto beliebter oder (bei schlechten Bewertungen) unbeliebter ist ein Artikel, d.h. er performt gut oder schlecht. Das bedeutet dann für das Ranking bei Amazon: umso mehr positive Rezensionen ein Produkt erhalten hat, desto besser die Chancen auf Top-Platzierungen in den Suchergebnissen. Es gibt in Sachen Bewertungen jedoch noch zwei wichtige Aspekte zu beachten:

  1. Hilfreiche Bewertungen, d.h. Kunden von Amazon haben die Bewertung eines anderen Rezensenten als hilfreich markiert.
  2. Verifizierter Kauf, d.h. eine Bewertung ist auch tatsächlich durch eine Bestellung auf Amazon entstanden.

Welche Bewertungen nützen auf Amazon wirklich etwas?

Grundsätzlich gilt natürlich: desto mehr (positive) Bewertungen ein Produkt erhalten hat, desto besser. Ob diese jedoch durch eine echte Bestellung oder auch ohne einen Einkauf entstanden sind, spielt für das Ranking keine große Rolle, denn Amazon geht es in erste Linie um die Kundenzufriedenheit. Eine Bewertung kann durchaus auch abgegeben werden, wenn der Artikel z.B. nicht direkt bei Amazon, sondern z.B. in einem anderen Onlineshop oder im Einzelhandel gekauft wurde. Warum sollte aber eine ausführliche Bewertung hier nicht trotzdem auch für andere potentielle Käufer interessant oder hilfreich sein? Und hier sind wir schon beim zweiten Punkt: hilfreiche Bewertungen. Schaut man sich das Bewertungsprofil eines bestimmten Produktes genauer an, dann fällt eines sofort auf: Amazon sortiert nicht etwa die aktuellen Bewertungen nach ganz oben, sondern die als hilfreich markierten Rezensionen. Das bedeutet für die Amazon Optimierung: sammle nicht nur positive, sondern auch hilfreiche Bewertungen ein. Aber wie funktioniert das?

Mehr Bewertungen für die eigenen Amazon-Produkte erhalten

Die Versuchung ist sehr groß, alle Bekannten, Freunde und Familienmitglieder mit einem Amazon Account das eigene Produkt positiv zu bewerten, denn wie bereits erwähnt, kann man dies auch ohne eine Bestellung machen. Dies wäre allerdings nicht Amazon-konform und kann zu einer Abstrafung oder Löschung des Seller-Accounts führen. Die gleichen Folgen kann es haben, wenn man eine Amazon Agentur damit beauftragt und sich im großen Stil Kundenrezensionen einkauft. Aber welche „legalen“ Wege gibt es, um schnell gute Bewertungen aufzubauen? Einfache Antwort: Produkttest-Clubs. Dabei schickt der Händler seine Artikel an den Tester-Club, dieser verteilt das an seine Mitglieder weiter und diese wiederum testen das Produkt und bewerten es dann bei Amazon. Entscheidet dabei ist, dass diese Tests ehrlich ablaufen müssen, d.h. die Produkttester nicht durch finanzielle Zuwendungen zusätzlich beeinflusst werden dürfen.

Was bringen Backlinks auf Amazon-Produktseiten?

Abschließend kommen wir wieder zum Ausgangspunkt zurück und wollen die Frage klären, ob auch klassische Backlinks das Amazon Ranking beeinflussen. Auch hier gibt es wieder eine einfache Antwort: direkt nicht, indirekt aber schon. Wie ist das möglich? Amazon ist es erst einmal egal, ob externe Seite auf den Marktplatz verlinken. Hier kommt es nur auf die Performance der Produkte selbst an, bzw. ob diese relevant zu einer Produktsuche sind. Auch wenn Amazon mittlerweile Anlaufstelle Nummer 1 in Sachen produktbezogene Suche ist, so sind immer noch eine Menge Nutzer auch auf Google unterwegs. Bei Produktsuchen auf Google sind immerhin in 70% der Fälle unter den ersten drei Ergebnissen Amazon-Seiten zu finden. Setzt man nun also Backlinks auf eine bestimmte Produktseite von Amazon, stärkt das wiederum den Offpage-Bereich für diese URL und damit steigen die Chancen, auch relevanten Traffic, der auf Google entsteht, direkt zu Amazon zu leiten. Desto mehr Nutzer von einer Google-Suche bei Amazon landen, umso höher ist dann auch die Chance, dass diese Nutzer das Produkt auf Amazon kaufen und später auch bewerten. Insofern kann sich auch die klassische Offpage-Optimierung (Linkbuilding außerhalb von Amazon) für eine Ranking-Optimierung auf dem Marktplatz lohnen.

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