linkbuilding-seo-2015

SEO-Backlinks aufbauen für Beginner

Gastbeitrag von Giovanni Bruno, Bruno Marketing Kreativagentur

Im Online Marketing gibt es meiner Meinung nach 2 Kernkriterien.

  1. Baue fantastischen Content auf, der Massen begeistert.
  2. Berichte immer und überall darüber.

Backlinks findet man überall – besonders in Foren und Blogs wirken empfehlende Nutzer oft authentisch und sorgen für einen großen Teil der organischen Reichweite einer Website. Oft unterschätzen Unternehmen den Wert eines gut platzierten Backlinks, denn hochqualitative Backlinks sichern nicht nur das Interesse der Blog- und Forenteilnehmer. Sie sind auch in den Google-Suchergebnissen öffentlich sichtbar und beeinflussen die Metriken und das Ranking einer Website deutlich. Wer selbst Hand anlegen und mit einfachen Steps seine Reichweite erhöhen möchte, dem werde ich nachfolgend einige Tipps und Basics näher bringen.

Hohes Ranking und starke Metriken – welche Methoden?

Wer hier ein gutes Händchen mit der richtigen Mischung an Kanälen hat, kann sein Ranking entsprechend effizienter und schneller steigern. Oftmals werden Kanäle wie beispielsweise Google+ gar nicht beachtet, obwohl das soziale Netzwerk von Google gute Rankings aufweist. Ich habe dort seit einigen Jahren einen Account und mich absolut gar nicht um diesen gekümmert. 0 Freunde, aber fast 30.000 Aufrufe. Die crossmediale Sichtbarkeit einer Website könnte man somit mit einem Google+ Account steigern. Hier empfiehlt sich als vorangehender Schachzug die Anmeldung des Unternehmens über Google Business.

Google Business präsentiert das Unternehmen kompakt

Google Business ist ebenfalls eine kostenlose Option, um das Ranking und die Sichtbarkeit zu steigern. Mit Google Business tragen Unternehmen ihr Unternehmen quasi online bei Google ein. Bei der Google-Suche stoßen Suchende – dank Google-Business – auf eine detaillierte Unternehmenspräsentation. Das sieht professionell aus und ist leicht auf https://www.google.de/business zu beantragen. Man bekommt per Post einen Code zugeschickt, damit bestätigt man seine Identität. Dauert allerdings einige Tage.

Gibt man nach erfolgreicher Bestätigung den Unternehmensnamen bei der Google-Suche ein, zeigt Google als Suchergebnis eine kompakte Übersicht des Unternehmens auf der rechten Seite an. Ein großer Kasten erscheint, in dem Daten wie Website, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Fotos, Wegbeschreibung und vieles mehr stehen.

Forenmarketing für Beginner

Jeder kennt Foren. Tausende Nutzer tauschen sich über alle möglichen Themen aus. Täglich stoßen Suchende auf die Inhalte von Foren, denn Foreninhalte haben eine nicht zu unterschätzende Sichtbarkeit im Google Suchnetzwerk. Das Schöne ist, dass die meisten Foren öffentlich ohne Registrierung mitlesbar sind. Forennutzer mit langen Anmeldezeiträumen und vielen Beiträgen haben einen Trust Status und wirken authentisch. Dass Unternehmen sich ab und an als Forennutzer ausgeben, ist mittlerweile kein großes Geheimnis mehr. Hier kann man sich mit wenigen Steps einen eigenen Trust Nutzer aufbauen und Content in Foren streuen. So geht’s:

  1. Suche passende Foren, nutze dafür Forensuchmaschinen. Die Themenrelevanz muss zwingend stimmen. Achte auch auf die Metriken , denn Link Pop, Page Rank und Alexa-Werte können Aufschluss über SEO-Relevanz geben und mit Hilfe einfacher Tools kostenlos analysiert werden, z. B. mit OnPage. In der kostenlosen Version kann man „nur“ 100 Unterseiten einer Website analysieren.
  2. Wie aktiv ist das Forum? Wann wurden in Threads das letzte Mal Beiträge geschrieben und wie werden neue Mitglieder aufgenommen? In vielen aktiven Foren werden neue Nutzer meist in den ersten Tagen vom Moderator und von den Mitgliedern „überwacht“. Deshalb sollte man sich vor allem in aktiven Foren mit informativen Beiträgen beteiligen.
  3. Registriere deinen Nutzer, denk dir einen neutralen Benutzernamen aus und lade ein Avatar (Benutzerbild) hoch. Stelle dich im Vorstellungsthread vor. Foren sind virtuelle Treffpunkte, an denen Manieren willkommen sind.
  4. Beteilige dich nun in einem Zeitraum von 1-2 Wochen in anderen Threads (Forenthemen), kommentiere und stelle selbst Fragen. Dadurch gewinnt dein User an Aufmerksamkeit, Aktivität und Vertrauen. Die Trust Elemente eines Forennutzers sind eine hohe Beitragszahl, ein langer Anmeldezeitraum und der Informationsgehalt seiner Beiträge. Erarbeite dir diese Trust Elemente.
  5. Hat dein Nutzer sich einen Trust Status aufgebaut, beginnst du mit dem Content Seeding. Starte eine z. B. Fragestellung und fordere auf, dass andere Nutzer dir von ihren Erfahrungen mit Produkt X erzählen, im gleichen Zug erzählst du im laufenden Dialog immer mehr über deine Erfahrung mit Produkt X. Führe dir dabei immer vor Augen, dass die gesamten Unterhaltungen aus Foren öffentlich von deinen potenziellen Interessenten, Neu- und Stammkunden gelesen werden können. Also streue mit Bedacht.
  6. Du kannst dir ein Netzwerk aus Usern und Foren aufbauen, um so zu Stoßzeiten, z. B. einem Produkt- oder Website-Launch, möglichst breit und effizient auf dich aufmerksam zu machen.

Linkbuilding in Foren muss mit sehr viel Feingefühl einhergehen: Wird vom Forum – z. B. durch die Nutzung der selben IP – aufgedeckt, dass dein Nutzer ein Werbetreibender ist, wird das üble Reaktionen auf dein Produkt und deinen Nutzer geben. Und leider ist ein solches Verbannen immer ein öffentliches Spektakel, das weiterhin in Suchmaschinen gefunden werden kann.

Vorsicht bei anorganischem Wachstum

Das Wachstum einer Website wird Google durch die zunehmende Sichtbarkeit einer Website signalisiert, im Grunde genommen könnte es heißen: Je „cross-media-vernetzter“ (=präsenter) eine Website ist, desto mehr Aufmerksamkeit und Traffic erhält sie derzeit und desto mehr organisches Wachstum entsteht aus dem folgenden Userverhalten. Google möchte natürlich, dass deine Website von Nutzern aus informativen Gründen geteilt und besucht wird. Da dies ab und an aufgrund fehlender Reichweite auf sich warten lässt, helfen einige Unternehmen mit Online Marketing (Backlinks, Gastbeiträge, etc.) künstlich nach.

Aber Vorsicht: Google kann ein unnatürliches Wachstum schnell erkennen. Google kennt unsere Website und ihren Inhalt, somit weiß Google auch, wie schnell wir uns im Normalfall entwickeln könnten, da unsere Website mit ähnlichen Websites verglichen und mit Hilfe eines Algorithmus in Wahrscheinlichkeiten und erwartete Ereignissen kategorisiert wird. Werden plötzlich zu viele Backlinks zu meiner Seite gesetzt, steigt somit u. a. die Metrik „Linkpopularität“ unnatürlich an. Google kann abstrafend reagieren und die Website auf die hinteren Plätze katapultieren. Demnach lieber langsam und länger aufbauen als gar nicht am Ziel ankommen.

Was passiert bei Backlinks?

Das Herzstück einer Website ist ihr Link Juice. Je älter, verlinkter und besuchter eine Website ist, desto mehr Link Juice besitzt sie. Wenn eine Seite mit viel Link Juice einen Link zu einer Website mit weniger Link Juice in Do Follow setzt, überträgt sie einen Teil ihres Link Juices auf die SEO-schwächere Seite. Verlinkungen sind deshalb wichtig, um Websites von gegenseitigem Wachstum profitieren zu lassen. Einen deutlichen Unterschied für den Link Juice macht es allerdings erst, wenn der Link in Do Follow gesetzt wird. Do Follow bedeutet u. a., dass die verlinkte Seite in den Suchergebnissen aufgefunden werden soll, das macht starke Backlinks so lukrativ und begehrt. Achte daher auf eine gute Mischung aus No Follow- und Do Follow-Links (60%/40%).

Die Backlink-Mischung ist entscheidend

Ein gutes Backlink-Portfolio besteht aus verschiedenen Arten von Links, z. B. Blog- und Forenlinks, Links in Blogkommentaren, Social Media, Frage-Antwort-Portalen und vieles mehr. Die Kontrolle dieses Portfolios ist zu Beginn mit einer Excel-Tabelle problemlos möglich. Im Normalfall kommen monatlich immer neue Backlinks hinzu, die sich mit einer Excel-Tabelle nur mühselig aktualisieren lassen. Eine Excel-Liste zeigt mir zudem keine dynamischen Werte an, also ob die Website, das Forum oder der Blog den Link entfernt hat oder sich die Metriken der verlinkenden Website verändert haben. Die Überprüfung kostet in der Regel sehr viel Zeit.

Eine gute Alternative bieten dabei SEO-Tools wie Linkbird und OnPage. Diese Tools behalten nicht nur den Überblick über die Veränderungen der Backlinks, sondern zeigen auf, wo man eigentlich verlinkt ist, ohne es manchmal zu wissen. Hilfreich ist dabei der Backlink-Checker, der das Internet nach Backlinks durchforscht. Das erhöht die Kontrolle der Online-Reputation. Als Unternehmen sollte man immer einen Überblick über sein Backlink-Portfolio haben.

Zur Person

giovanni-brunoGiovanni Bruno ist Gründer der Kreativagentur Bruno Marketing in Berlin. Das siebenköpfige Team hat sich auf Online Marketing und digitale Geschäftsmodellierung spezialisiert.

 

2 Antworten
  1. max
    max says:

    Hallo!
    Ich habe bereits seit längerem versucht, Backlinks aufzubauen. Auch schon mehrere der beschriebenen Möglichkeiten genutzt. Allerdings wird beim Backlink test immer angezeigt, dass ich nicht mal einen einzigen Backlink habe?! Woran könnte das liegen?
    Die domain lautet http://www.volleyball-experte.de
    würde mich über Hilfe freuen
    liebe grüße

    Antworten
  2. Manuel
    Manuel says:

    Danke für deine Tipps, haben mir gut geholfen! Kommt demnächst eigentlich noch mehr zum Thema?

    Achja, ich haber hier ein Video gefunden, welchen Anfängern erklärt, wie man Backlinks aufbaut bzw. platziert! Hatte vorher absolut keine Ahnung, wie genau ich das anstellen soll. :)

    Antworten

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